Kommunale Wärmewende: Von der Planung zur Praxis

Kommunale Wärmewende: Von der Planung zur Praxis

Die Wärmewende ist eine der größten Herausforderungen für deutsche Kommunen. Robert Freudenberg von Veolia Energie Deutschland erklärt, wie Städte und Gemeinden diesen Wandel erfolgreich gestalten – und warum der schnelle Schritt in die Praxis entscheidend ist. Sponsored Post von Veolia Holding Deutschland GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Die kommunale Wärmewende beginnt mit einer Bestandsaufnahme der Wärmeversorgung und der verfügbaren Potenziale, etwa Abwärme aus Industrie und Rechenzentren, Geothermie, Biomasse oder Wärme aus Abwasser.
  • Praxisprojekte helfen Kommunen, Wärmeplanungen frühzeitig auf technische und wirtschaftliche Umsetzbarkeit zu prüfen. In Braunschweig zeigen „E2030“ und „ReUseHeat“ konkrete Ansätze, darunter die Versorgung von 400 Wohneinheiten mit Abwärme aus einem Rechenzentrum.
  • Für die Umsetzung stehen unter anderem 500 Millionen Euro Bundesmittel bis 2028, die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) und Contractingmodelle zur Verfügung. Veolia Energie Deutschland unterstützt Kommunen mit Transformationsplänen, Machbarkeitsstudien und Potenzialanalysen.

Ehrliche Bestandsaufnahme als Fundament

Die kommunale Wärmewende beginnt mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme. „Der erste Schritt besteht darin, Antworten auf wichtige Fragen zu finden: Wo stehen wir bei der Wärmeversorgung? Welche Strukturen haben wir? Welche Potenziale können wir einbinden?", erklärt Robert Freudenberg, Strategie- und Beteiligungsmanager bei Veolia Energie Deutschland.

Diese Analyse bildet die Grundlage für alle weiteren Planungen. Dabei geht es um die Identifikation ungenutzter Energiequellen: Abwärme aus Industrie und Rechenzentren, Geothermie, Biomasse oder Wärme aus Abwasser. Nur wer diese Potenziale kennt, kann realistische und wirtschaftlich tragfähige Lösungen entwickeln.

Freudenberg rät Kommunen dringend, schnell den Schritt von der Theorie in die Praxis zu gehen. „Ein solches Projekt kann beispielsweise eine dekarbonisierte Quartierslösung sein, wo Wärme aus Biomasse erzeugt wird", nennt er ein konkretes Beispiel.

Warum Praxisprojekte unverzichtbar sind

Wärmeplanungen sind langfristige Konzepte, die sich verändern werden. Durch konkrete Pilotprojekte lernen Kommunen frühzeitig, was technisch und wirtschaftlich wirklich umsetzbar ist – und können ihre Pläne entsprechend anpassen.

Noch wichtiger ist die Wirkung auf die Bevölkerung. „Ein Umsetzungsprojekt zeigt: Es passiert etwas und es funktioniert. Das ist enorm wichtig", betont Freudenberg. Sichtbare Erfolge schaffen Vertrauen und Akzeptanz – zwei Faktoren, die für die gesellschaftliche Unterstützung der Wärmewende entscheidend sind.

Braunschweig zeigt, wie dies funktioniert. Das Projekt „E2030" demonstriert einen Kohleausstieg in der Wärmeversorgung. Das Projekt „ReUseHeat" versorgt bereits 400 Wohneinheiten mit Abwärme aus einem Rechenzentrum – ein Beispiel für intelligente Ressourcennutzung.

Kommunikation und Partizipation

Damit solche Projekte gelingen, ist Kommunikation essentiell. Freudenberg betont: „Kommunikation ist das A und O, um Vertrauen zu schaffen." Dabei geht es nicht um einseitige Informationsvermittlung, sondern um echten Dialog.

Bewohner, Wohnungsunternehmen, Industrie und lokale Handwerker müssen transparent über Planungen informiert werden. Gleichzeitig ist es essentiell, mit den Menschen in den Austausch zu gehen, ihre Fragen zu beantworten und ihre Sorgen ernst zu nehmen. Praktische Formate sind öffentliche Veranstaltungen, Workshops und Fragesprechstunden. Braunschweig hat mit solchen Dialogformaten bereits sehr gute Erfahrungen gemacht.

Finanzierung: Mehrere Wege kombinieren

Eine der größten Hürden ist die Finanzierung. Bis 2028 stehen 500 Millionen Euro Bundesmittel für kommunale Wärmeplanung zur Verfügung. Die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) besteht aus vier aufeinander aufbauenden Modulen. „Bei der Orientierung in der Fördermittellandschaft können erfahrene Partner wie Veolia unterstützen", erklärt Freudenberg. Das Unternehmen verfügt über fundierte Erfahrung mit nationalen und europäischen Förderprogrammen.

Contractingmodelle bieten eine weitere Option: Ein privater Betreiber trägt die Investitionen und stellt der Kommune Wärmelieferungen über langfristige Verträge zur Verfügung. Dies senkt das finanzielle Risiko erheblich.

Besonders innovativ ist die Verknüpfung von Wärme, Wasser und Abfall. Wärme aus Abwasser, Biogas aus organischen Abfällen oder Abwärme aus Industrie ermöglichen erhebliche Kosteneinsparungen. Das Braunschweiger Projekt „ReUseHeat" zeigt: Abwärmenutzung schont Ressourcen, erfüllt Effizienzauflagen und spart Kosten.

Von der Beratung zur Umsetzungspartnerschaft

„Veolia kommt als Partner ins Boot, wenn die theoretische Wärmeplanung erstellt ist, und führt die Pläne von der Theorie in die Praxis", erklärt Freudenberg. Die Unterstützung beginnt bei der Erstellung konkreter Transformationspläne, umfasst Machbarkeitsstudien und Potenzialanalysen. Schritt für Schritt entstehen Maßnahmen, die ökologisch wirkungsvoll und ökonomisch tragfähig sind.

Mehrwert durch Branchenvielfalt und flexible Kooperationen

Ein großer Vorteil von Veolia ist die Expertise in Energie, Wasser, Abwasser und Abfall. Das Unternehmen hat Zugriff auf verschiedenste Materialströme für die Wärmeerzeugung – von Biomasse wie Altholz bis zu Klärschlamm. Diese Marktkenntnis ist wertvoll für Kommunen, die ihre Wärmewende wirtschaftlich gestalten möchten.

Jede Kommune ist unterschiedlich. Deshalb braucht es flexible Kooperationsmodelle. „Von der Zusammenarbeit bei Einzelprojekten über Joint Ventures bis hin zu langfristigen Partnerschaften mit Stadtwerken ist alles möglich", erklärt Freudenberg. Veolia verfügt über jahrelange Erfahrung in kommunalen Partnerschaften auf Augenhöhe.

Die richtigen Weichen stellen

Freudenberg fasst zusammen, welche Weichen Kommunen heute stellen sollten: Erstens ein starkes Netzwerk aus Partnern und Dienstleistern aufbauen. Zweitens nicht in theoretischen Konstrukten stecken bleiben, sondern möglichst schnell erste Praxisprojekte umsetzen. Drittens Bürger und Unternehmen einbeziehen und ihre Sorgen ernst nehmen. Nur so entsteht das Vertrauen, das für eine erfolgreiche Wärmewende notwendig ist.

Passend zum Thema: VKU-Stadtwerkekongress 2026

Die Energie- und Wärmewende zählt zu den zentralen Herausforderungen für Stadtwerke und kommunale Unternehmen. Beim VKU-Stadtwerkekongress 2026 kommen Akteur:innen aus Stadtwerken, Kommunalwirtschaft, Politik und Wissenschaft zusammen, um über Strategien, Lösungen und Perspektiven für die Branche zu diskutieren. Auch Veolia ist als Partner beim Kongress dabei.

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