Die Glasfasernetze sind gebaut. Jetzt beginnt die wirtschaftliche Herausforderung.

Die Glasfasernetze sind gebaut. Jetzt beginnt die wirtschaftliche Herausforderung.

Deutschlands Glasfaserausbau schreitet voran, doch viele Anschlüsse bleiben ungenutzt. Der Artikel zeigt, wie Stadtwerke nach dem Ausbau Netzabdeckung in aktive Kunden verwandeln können – mit einfachen Bestellprozessen, effizienter Aktivierung und einer durchgängigen Customer Journey. Sponsored Post von Netadmin Systems

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Glasfaserausbau in Deutschland erreichte zur Jahresmitte 2026 rund 28,7 Millionen Haushalte und Unternehmen, während nur rund 7,9 Millionen Anschlüsse aktiv genutzt wurden. Die Take-up-Rate lag damit bei etwa 27,5 Prozent.
  • Für Stadtwerke und Glasfaserbetreiber wird nach dem Ausbau die Customer Journey von der Verfügbarkeitsprüfung über die Online-Bestellung bis zur Aktivierung entscheidend, um Netzabdeckung in aktive Kunden zu verwandeln und die Take-up-Rate zu erhöhen.
  • Die SSW-Stadtwerke St. Wendel GmbH & Co. KG setzen mit Netadmin auf durchgängige Prozesse von der Bestellung bis zur Aktivierung, um manuelle Prozessschritte zu reduzieren und den Weg zum aktiven Glasfaseranschluss für Kunden einfacher und transparenter zu gestalten.

Glasfaserausbau wächst, Take-up-Rate bleibt nahezu konstant

In den vergangenen zehn Jahren hat Deutschland massiv in die Infrastruktur für eine glasfaserbasierte Zukunft investiert. Laut BREKO Marktanalyse 2026 erreichten Glasfasernetze zur Jahresmitte 2026 rund 28,7 Millionen Haushalte und Unternehmen. Das entspricht einer Ausbauquote von 62,4 Prozent. Aktiv genutzt wurden davon jedoch nur rund 7,9 Millionen Anschlüsse — eine Take-up-Rate von etwa 27,5 Prozent.

Zur gleichen Zeit im Vorjahr beliefen sich die Zahlen auf 24,3 Millionen angeschlossene Haushalte und Gewerbebetriebe, was etwa 52,8 Prozent aller Haushalte und Gewerbebetriebe entsprach. Davon waren 6,6 Millionen Anschlüsse aktiv, also etwa 27,2 Prozent der angeschlossenen Haushalte und Gewerbebetriebe. Dies zeigt: Im Jahr 2026 werden zwar deutlich mehr Haushalte und Unternehmen erreicht, der Anteil der aktiven Anschlüsse hat sich jedoch kaum verändert.

Die Glasfaser liegt also vielerorts bereits im Boden. Doch ein großer Teil dieser Infrastruktur generiert noch keine Umsätze.

Für Netzbetreiber, Stadtwerke und Investoren tritt der deutsche Glasfasermarkt damit in seine nächste – und möglicherweise entscheidende – Phase ein. Die zentrale Frage lautet nicht mehr nur, wie schnell Netze gebaut werden können. Entscheidend ist, wie effektiv Betreiber ihre Netzabdeckung in aktive Kunden verwandeln.

Was müssen Glasfaserbetreiber jetzt tun, um ihre Infrastruktur zu monetarisieren, die Take-up-Rate zu erhöhen und Deutschlands Glasfaserambitionen wirtschaftlich nachhaltig zumachen?

Genau hier wird die Phase nach dem Ausbau zu einer Frage der Customer Journey – nicht nur der Infrastruktur. Haushalte und Unternehmen müssen das Angebot verstehen, die Verfügbarkeit prüfen, einfach bestellen, reibungslos aktiviert werden und vom ersten Kontakt an eine verlässliche Serviceerfahrung erhalten.

Von Netzabdeckung zu aktiven Kunden

Der Glasfaserausbau wird häufig in Kilometern, Homes Passed und Ausbauzielen gemessen. Diese Kennzahlen sind wichtig, erzählen aber nicht die ganze Geschichte. Für Betreiber entscheidet sich der wirtschaftliche Erfolg jedoch erst danach.

Können potenzielle Kunden einfach prüfen, ob Glasfaser an ihrer Adresse verfügbar ist? Verstehen sie das Angebot? Können sie online ohne unnötige Schritte bestellen? Kann der Betreiber diese Bestellung reibungslos in Aktivierung, Provisionierung, Abrechnung und Support überführen?

Wenn die Antwort darauf nein lautet, ist das Problem nicht nur Marketing. Es ist operativ.

Niedrige Take-up-Raten können ihre Ursache in einer komplizierten Customer Journey haben: unklare Verfügbarkeitsinformationen, manuelle Auftragsbearbeitung, langsame interne Abstimmungen, getrennte Systeme oder zu viele Übergaben zwischen Teams. Jeder Reibungspunkt erzeugt Verzögerung. Jede Verzögerung erhöht das Risiko, dass Kundeninteresse verloren geht.

Für Stadtwerke ist das besonders relevant. Sie arbeiten oft mit hohem lokalem Vertrauen und tragen langfristige Verantwortung für regionale Infrastruktur. Die digitale Serviceerfahrung muss diesem Vertrauen entsprechen.

Den Einstieg als Kunde so einfach wie möglich machen

Das praktische Ziel ist klar: Für Haushalte und Unternehmen muss es so einfach wie möglich sein, aktive Glasfaserkunden zu werden.

Dafür braucht es einen durchgängigen Ablauf vom Interesse bis zur Aktivierung:

  • klare Serviceinformationen,
  • verlässliche Adress- und Verfügbarkeitsprüfungen,
  • einfache Online-Bestellung,
  • automatisierte Auftragserfassung,
  • nahtlose Übergabe an Bereitstellung und Aktivierung,
  • transparente Kundenkommunikation,
  • und einen klaren Übergang in Abrechnung und laufendes Servicemanagement.

Wenn diese Schritte miteinander verbunden sind, werden die Abläufe für Kunden schneller,einfacher und verlässlicher. Interne Teams verbringen weniger Zeit damit, Informationen nachzuverfolgen. Betreiber können ihre Take-up-Rate erhöhen, ohne die Verwaltung im gleichen Maß auszubauen.

Das ist der Wechsel von „Das Netz ist verfügbar“ zu „Der Service ist einfach zu kaufen, zu aktivieren und zu nutzen“.

Vom Rollout zu echtem Kundennutzen

Die SSW-Stadtwerke St. Wendel GmbH & Co. KG sehen in der nächsten Phase des Glasfaserausbaus vor allem eine Frage der operativen Effizienz: Wie lassen sich neue Aufträge vom Bestelleingang bis zur Aktivierung einfacher und zuverlässiger steuern?

Netadmin unterstützt die nachgelagerten Prozesse von der Bestellung bis zur Aktivierung. Dadurch wird der Weg zum aktiven Anschluss für Kunden einfacher und transparenter, während Kundenberater von manuellen Prozessschritten entlastet werden.

Wie Frank von der SSW-Stadtwerke St. Wendel GmbH & Co. KG sagt:

„Dein Anschluss an die Zukunft! Mit diesem Slogan werben wir und unterstreichen dabei nicht nur den physikalischen Anschluss an die Zukunft,sondern auch den einfachen Zugang und den Mehrwert für unsere Kunden: Sie können ihren Anschluss unkompliziert bestellen, aktivieren und nutzen.“

Zero Touch bedeutet nicht, auf Kundenbeziehungen zu verzichten

Eine Zero-Touch Customer Journey wird manchmal missverstanden. Es geht nicht darum,die menschliche Beziehung zwischen einem lokalen Betreiber und seinen Kunden zu entfernen.

Es geht darum, unnötige manuelle Arbeit aus Standardprozessen zu entfernen.

Für Kunden bedeutet das weniger Verzögerungen und weniger unklare Schritte. Für Betreiber bedeutet es weniger wiederkehrende Aufgaben, bessere Datenqualität, verlässlichere Umsetzung und einen klareren Blick auf jeden Auftrag.

Persönlicher Support bleibt wichtig, vor allem in komplexen Fällen. Er sollte aber nicht für jede Standardbestellung, jede Adressprüfung oder jedes Statusupdate erforderlich sein. 

Die Betreiber, die nach dem Ausbau erfolgreich sind, verbinden lokale Nähe mit skalierbaren digitalen Prozessen.

Monetarisierung beginnt mit operativer Bereitschaft

Wer Glasfaserinvestitionen in Umsatz verwandeln will, braucht Kontrolle über den gesamtenKundenlebenszyklus.

Betreiber müssen wissen:

  • welche Adressen versorgbar sind,
  • welche Produkte und Services verfügbar sind,
  • wo sich jeder Auftrag im Prozess befindet,
  • was vor der Aktivierung passieren muss,
  • wie Kunden informiert werden,
  • und wie Servicebereitstellung, Abrechnung und laufender Betrieb zusammenhängen.

Ohne diese Kontrolle wird Wachstum schwerer steuerbar. Der Betreiber kann Interesse erzeugen, es aber nicht effizient genug in Aufträge umwandeln. Teams verkaufen mehr, aber die Administration wächst mit jedem neuen Kunden. Daten sind vorhanden, aber nicht immer am richtigen Ort zur richtigen Zeit.

Mit durchgängigen Prozessen können Betreiber nachhaltiger skalieren. Aufträge laufen schneller durch. Teams erhalten einen besseren Überblick. Kunden erleben klarere Abläufe. Das Unternehmen kann Netzabdeckung effektiver in aktive Anschlüsse verwandeln.

Für Stadtwerke und regionale Betreiber geht es dabei auch darum, den Wert einer langfristigen Infrastrukturinvestition für die Menschen und Unternehmen in der Region zu realisieren.

Die nächste Frage nach dem Ausbau

Für Stadtwerke und Glasfaserbetreiber, die bereits in den Ausbau investiert haben, lautet die nächste Frage nicht, ob die Infrastruktur wertvoll ist. Die Frage ist, wie schnell und wirksam dieser Wert bei den Kunden ankommt.

Ein praktischer Ausgangspunkt ist die Analyse der Customer Journey von der Verfügbarkeitsprüfung bis zur Aktivierung:

  • Wie einfach kann ein Kunde die Verfügbarkeit prüfen und bestellen?
  • Wo erleben Kunden Reibung oder Unsicherheit?
  • Welche Schritte hängen noch von manueller interner Bearbeitung ab?
  • Haben Teams einen klaren Überblick über Auftragsstatus, Aktivierung und Kundenkommunikation?
  • Kann die Organisation die Take-up-Rate erhöhen, ohne den Verwaltungsaufwand im gleichen Tempo zu steigern?

Der Glasfaserausbau schafft die Chance. Eine einfache, durchgängige und skalierbare Customer Journey verwandelt diese Chance in aktive Kunden.

 

Sie haben noch Fragen?

Rachel Schöneburg
Channel Sales Manager

Noch mehr? Folgen Sie uns in den sozialen Netzwerken!

Jetzt Newsletter abonnieren! Bleiben Sie stets informiert

Quelle

BREKO Marktanalyse 2026. Vorjahresvergleich auf Basis der im Artikel genannten BREKO-Zahlen für 2025 und 2026.

Copyrights

Teaserbild Mediathek © Netadmin Systems
Foto Rachel Schöneburg © Netadmin Systems

NetzDigitalisierung, Organisation & ProzesseVertrieb & Business Development

Das könnte Sie auch interessieren

Kommunen stehen vor der Herausforderung, ihre Energieversorgung klimafreundlich, wirtschaftlich und zukunftssicher zu gestalten. Gleichzeitig sind Budgets begrenzt. Energie-Contracting ermöglicht, Klimaziele schneller zu erreichen und Modernisierungen auch bei begrenzten Investitionsbudgets umzusetzen. Die Elevion Group unterstützt Städte, Gemeinden und kommunale Unternehmen dabei mit ganzheitlichen Energielösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Sponsored Post von Elevion Energy & Engineering Solutions GmbH

Stadtwerke stehen beim Smart-Meter-Rollout unter erheblichem Druck. Calisen Deutschland hilft ihnen, den Rollout kapitalschonend zu gestalten und unterstützt bei der operativen Abwicklung sowie der Auswahl der richtigen technischen Komponenten.Sponsored Post von Calisen Deutschland (Holdco) GmbH

Der wachsende Anteil erneuerbarer Energien treibt die Preisvolatilität an den Strommärkten strukturell nach oben. Flexibilität wird damit zur zentralen Ressource und Batteriespeicher (BESS) sind ihr vielseitigstes Werkzeug. Sie reagieren in Millisekunden auf Preissignale und lassen sich für unterschiedliche Zwecke einsetzen. Für Stadtwerke stellt sich damit weniger die Frage, ob Batteriespeicher relevant werden, sondern wie der Einstieg gelingt. Sponsored Post von FORRS GmbH