E-Mobilität reduziert Risiken – deutlicher können Signale kaum sein
Die globalen Krisen führen es vor Augen: Die hohe Preisvolatilität von fossilen Kraftstoffen wird uns noch lange begleiten – bis die Welt wieder friedlicher wird. Erstmals zeigt sich der Vorteil der E-Mobilität auch wirtschaftlich deutlich. Planungssicherheit macht Ladeinfrastruktur attraktiver denn je. Artikel von Stadtwerke Düsseldorf AG
Der 28. Februar 2026, der Tag des Kriegsausbruchs im Iran, hat vor Augen geführt, wie ökonomisch verletzlich der deutsche Mobilitätssektor weiterhin ist. Kaum waren die ersten Einschränkungen im Schiffsverkehr der Straße von Hormus sichtbar, stiegen die Preise für fossile Kraftstoffe deutlich an – ein Effekt, der sich an den Tankstellen sofort an den Preistafeln bemerkbar machte.
Ganz anders die Situation für die mittlerweile mehr als zwei Millionen Elektrofahrzeuge und etwa eine Million Plug-in-Hybride, die seit Anfang 2026 in Deutschland registriert sind. Für die Nutzerinnen und Nutzer zeigte sich umgehend ein deutlicher Kostenvorteil: Bei Kraftstoffpreisen oberhalb von zwei Euro pro Liter ergeben sich Einsparungen von teilweise mehr als drei Euro pro 100 Kilometer, abhängig von individueller Fahrweise und Ladeverhalten – ob rein per DC- oder im Mix mit AC-Ladungen.
Hinzu kommt ein struktureller Vorteil: Strompreise im Mobilitätssektor unterliegen weitaus geringerer Volatilität als Diesel- oder Ottokraftstoffe. Wer elektrisch fährt, fährt nicht nur ökologisch – Stichwort: keine Auspuffemissionen –, sondern zunehmend auch ökonomisch planbar.
Was bedeutet das für die Elektrizitätswirtschaft?
Die Signale sind eindeutig: Der Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur, insbesondere im urbanen Raum, gehört ganz oben auf die Agenda.
Die Stadtwerke Düsseldorf engagieren sich bereits seit 2015 konsequent für den Ausbau der Ladeinfrastruktur. Heute umfasst ihr Portfolio rund 5.000 Ladepunkte – von öffentlich zugänglichen Ladestationen über Lösungen für Unternehmen und Institutionen bis hin zu Ladeinfrastruktur in Wohnobjekten.
Nachdem alle 50 Düsseldorfer Stadtteile mit öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur ausgestattet wurden, haben die Stadtwerke Düsseldorf ihre umfassende Expertise im Jahr 2024 gezielt für die Region geöffnet. Besonders hervorzuheben ist die bereits vereinbarte Zusammenarbeit mit zwei Städten in direkter Nachbarschaft zu Düsseldorf.
Darüber hinaus prüfen weitere Kommunen – insbesondere solche mit erkennbarem Nachholbedarf bei öffentlichen Ladestationen – derzeit das Angebot der Stadtwerke Düsseldorf zur Unterstützung beim Ausbau einer leistungsfähigen Ladeinfrastruktur, vor allem für Menschen ohne Zugang zu privaten Stellplätzen.
Für einen fachlichen Austausch zum Aufbau einer flächendeckenden, urbanen Ladeinfrastruktur stehen die Stadtwerke Düsseldorf interessierten Kommunen und Partnern gerne zur Verfügung. Die Kontaktdaten finden sich am Ende des Artikels.
Für die Nutzerinnen und Nutzer von öffentlicher Ladeinfrastruktur zählen zwei Faktoren besonders:
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Zuverlässigkeit: Eine öffentliche Ladestation sollte eine Funktionsquote von mindestens 98 Prozent erreichen. 100 Prozent sind aufgrund von Vandalismus und externen Einflüssen unrealistisch – doch alles, was deutlich unter dieser Marke liegt, beeinträchtigt die Nutzerakzeptanz spürbar und sollte vermieden werden. Die Verantwortung dafür liegt klar beim jeweiligen Betreiber der Ladeinfrastruktur.
- Zugänglichkeit: Das Zuparken von Ladesäulen durch Verbrennerfahrzeuge bleibt ein Ärgernis für E-Mobilistinnen und E-Mobilisten. Oft melden Apps freie Ladepunkte, obwohl diese in Wirklichkeit blockiert sind – ein technisches und organisatorisches Problem, das die Nutzung unnötig erschwert – digital-analoges Mismatch. Um hier Abhilfe zu schaffen, sind vor allem die Städte gefordert.
Technologische Innovationen: Der Ladebordstein
Ein Beispiel dafür, wie technische Entwicklungen neue Räume für Infrastruktur eröffnen, ist der Ladebordstein. Seit Juni 2025 serienreif, ermöglicht er öffentliche Ladepunkte ohne Sichtachsen zu beeinträchtigen und unabhängig von Witterung – selbst bei Schnee und Eis.
Die bundesweit ersten sechs serienreifen Ladebordsteine in der Derendorfer Allee 19-21 in Düsseldorf, Inbetriebnahme Juni 2025 © Rheinmetall
Seit März 2026 ist diese Lösung erstmals auch mitten im Herzen einer Großstadt im Einsatz – in Düsseldorf, an der Ecke Königsallee/Graf‑Adolf‑Platz. Gerade für Standorte mit schmalen Gehwegen, an denen klassische Ladesäulen kaum realisierbar sind, oder in historischen Altstädten erweist sich der Ladebordstein als echter Gamechanger.
Entscheidende Eckpunkte:
- Zwei Ladebordsteine sind in der Anschaffung zwar etwas teurer als eine klassische Ladesäule mit zwei Ladepunkten. Im Betrieb jedoch überwiegen die Vorteile deutlich: Nach mehrmonatigen Stresstests an vier Düsseldorfer Standorten mit mittlerweile rund 30 Ladebordsteinen traten nur zwei kleinere Störungen auf.
- Dank Modulbauweise lassen sich defekte Komponenten innerhalb kürzester Zeit austauschen.
Ein vertiefender Blick lohnt sich: Am 15. Juni 2026 werden die bisherigen Ergebnisse und Praxiserfahrungen im Rahmen der Veranstaltung „Ein Jahr Ladebordsteine in Düsseldorf“ im Club Zukunft, EUREF-Campus 1, 40472 Düsseldorf vorgestellt. Vertreterinnen und Vertreter von Kommunen, die an der Veranstaltung teilnehmen möchten, können sich einfach per E Mail beim Autor anmelden.
Urbanes Schnellladen wird Realität
Ein weiterer Meilenstein ist die Entwicklung hin zu städtischen Schnellladeparks. Bisher waren überdachte Schnellladelösungen vor allem außerorts zu finden. Mit dem neuen City-Schnellladepark an der Fährstraße 28 in Düsseldorf rückt ultra-schnelles Laden inklusive Überdachung mitten ins urbane Umfeld.
City-Schnellladepark Fährstraße in Düsseldorf © Melanie Zanin
Auch dort gilt: Die Anforderungen an Standort- und Produktauswahl sowie Betreiberzuverlässigkeit steigen weiter. Städte, die die Mobilität für ihre Bürgerinnen und Bürger neu gestalten wollen, sollten diese Signale aufmerksam beobachten und frühzeitig in Planung und Partnerschaften einsteigen.
Netzwerk und Austausch
Die Stadtwerke Düsseldorf AG bringt ihre Praxiserfahrungen auch auf der VKU-Vertriebstagung 2026 ein: Laura Strzelkowski, Leiterin Transformation Vertrieb, gibt Einblicke in „Bottom-up statt Top-down: ‘One Sales’ als Praxisbeispiel für Transformation im Stadtwerke-Vertrieb“.
Die VKU-Vertriebstagung ist DER Branchentreff für Vertriebsprofis kommunaler Energieversorger und Stadtwerke. Seien Sie dabei und nehmen Sie konkrete Ideen, neue Impulse und echte Lösungen für Ihren Vertrieb mit ins Unternehmen!
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