Daten statt Excel: Energie- und Wasserversorgung Bonn/Rhein-Sieg implementiert Vertriebsplattform von Midas

Daten statt Excel: Energie- und Wasserversorgung Bonn/Rhein-Sieg implementiert Vertriebsplattform von Midas

Die kommunale Energiewirtschaft steht unter wachsendem Druck: volatile Märkte, zunehmende Regulatorik, sinkende Margen und anspruchsvollere B2B-Kunden erfordern eine neue Qualität in Preisbildung, Prozessgestaltung und Datenmanagement. Klassische Arbeitsweisen mit Excel, manuellen Prozessen und dezentralen Daten stoßen dabei zunehmend an ihre Grenzen. Sponsored Post von Midas Energy A/S

Die Energie- und Wasserversorgung Bonn/Rhein-Sieg GmbH (SWB Energie und Wasser) hat diesen Transformationsschritt konsequent umgesetzt. Gemeinsam mit Midas Energy wurde innerhalb von nur elf Monaten eine vollständig cloudbasierte Vertriebsplattform implementiert, die zentrale Teile des Energievertriebs automatisiert und strukturiert sowie Systeme wie SAP CRM -& IS-U und EDM/PFM integriert.

Das Ergebnis: ein automatisierter, revisionssicherer Vertriebsprozess mit höherer Geschwindigkeit, geringeren Kosten und vollständiger Transparenz.

Die Kostentreiber im traditionellen Energievertrieb

Im Rahmen der Voranalyse identifizierten die SWB drei zentrale Ursachen für Ineffizienzen:

  1. Excel-basierte Preisberechnung: Unterschiedliche Modelle und Berechnungslogiken führten zu hohem Abstimmungsaufwand, Fehleranfälligkeit und langen Durchlaufzeiten.
  2. Manuelle Workflows: Angebotsprozesse erforderten zahlreiche Abstimmungen zwischen Vertrieb, Portfoliomanagement und Kalkulation.
  3. Unklare Datenstände: Inkonsistente Daten führten zu Korrekturschleifen, Verzögerungen und intransparenten Margen.

 

Reinhard Gaede, Leiter Vertrieb/Geschäftskunden der SWB, beschreibt die Ausgangssituation so:
„Die Werkzeuge sind historisch gewachsen, die Komplexität stetig gestiegen. Wenn man schneller und zuverlässiger werden will, reichen isolierte Tools nicht mehr aus.“

[Blick auf das Cockpit von Midas]

 

Automatisiertes Pricing: von Stunden zu Minuten

Die neue Plattform ersetzt die heterogene Modelllandschaft durch:

  • automatisierte Margen- und Risikoformeln
  • strukturierte Produkt- und Preislogiken
  • einheitliche Versionierung aller Preisbausteine
  • systemgestützte Kalkulation für Strom und Gas
  • automatisierte Freigabeprozesse
  • schnelle, standardisierte Angebotserstellung

„Viele Arbeitsschritte, die früher Stunden gedauert haben, erledigen wir heute in einem Bruchteil der Zeit – weil die Prozesse systemgestützt ablaufen“, so Reinhard Gaede.

[Beispiel einer Angebotskalkulation in Midas]

 

Ein weiterer, zentraler Mehrwert ist die vertragsscharfe Nachkalkulation:

„Wir können heute jede Preisstellung nach Vertragsabschluss und nach Ende der Lieferperiode vertragsscharf nachkalkulieren. Diese Transparenz hatten wir vorher in der Form nicht. Das ist im Risikomanagement wie auch im Vertriebscontrolling ein enormer Fortschritt.“, erläutert Reinhard Gaede.

Zudem sinkt die Fehlerquote deutlich, da Daten revisionssicher dokumentiert werden.

[Beispiel einer Vertragsnachbetrachtung in Midas]

 

SaaS statt Inhouse: klare wirtschaftliche Vorteile

Ein wesentlicher Teil der Effizienzgewinne ergibt sich aus dem Betriebsmodell. Midas wird vollständig als cloudbasierte SaaS-Lösung bereitgestellt.

Für die SWB bedeutet das:

  • geringere IT-Betriebs- und Wartungskosten, ohne lokale Server
  • keine Releaseplanung
  • automatische Updates inklusive regulatorischer Anpassungen
  • höhere IT-Sicherheit

Gerade im kommunalen Umfeld, in dem IT-Kapazitäten traditionell knapp sind, ist dies ein Effizienzfaktor mit direktem wirtschaftlichem Effekt.

Thomas Schmidt, Country Manager Deutschland bei Midas Energy: „Viele Stadtwerke unterschätzen die Folgekosten ihrer On-Premise-Landschaft. SaaS ermöglicht es, funktionale Updates und regulatorische Änderungen ohne Zusatzaufwand ins Haus zu bringen. Das entlastet die IT enorm und senkt langfristig Kosten.“

Standardisierte Workflows als Effizienzhebel

Der größte Hebel liegt jedoch in der Prozessklarheit, die Midas erzwingt. Die Plattform bildet alle Angebots- und Freigabeprozesse über standardisierte, klar definierte Workflows ab. Das reduziert die Cost-to-Serve deutlich:

  • weniger Abstimmungsaufwand
  • transparente Margenmodelle
  • klare Verantwortlichkeiten
  • vollständige Transparenz über Risiken und Preisbestandteile
  • automatische Dokumentation für Revision und Compliance

Reinhard Gaede fasst zusammen: „Wir haben heute eine durchgängige Prozesskette. Jede Preisänderung, jede Formel, jeder Wert ist nachvollziehbar. Das macht uns nicht nur schneller – es macht uns auch sicherer.“

Nutzerakzeptanz als Erfolgsfaktor

Digitalisierung gelingt nur, wenn die Menschen sie annehmen. Deshalb legten SWB und Midas großen Wert auf Training, qualitätsgesicherte Testphasen und eine enge Begleitung während der Hypercare-Phase. Die SWB richteten zudem eine interne Chatgruppe für alle Midas-User ein, um Fragen unmittelbar zu klären und Wissen schnell zu teilen.

„Die Mitarbeitenden nutzen das System aktiv und sehen den Mehrwert im Alltag. Das war entscheidend für den Erfolg“, so Reinhard Gaede.

Basis für datengetriebenen Vertrieb

Die Plattform bildet die Grundlage für weitere Entwicklungen:

  • vertiefte BI-Analysen
  • dynamische Tarifmodelle
  • automatisierte Verlängerungslogiken
  • Integration von Vertrieb und Portfolio
  • standardisierte Produktstrukturen

„Wir haben jetzt eine Basis für einen datengetriebenen Vertrieb, der schneller und wirtschaftlicher ist.“, sagt Reinhard Gaede.

Fazit

Das Projekt zeigt, dass Digitalisierung im Energievertrieb nicht nur eine technologische, sondern vor allem eine wirtschaftliche Entscheidung ist. Standardisierte Prozesse, eine zentrale Datenbasis und ein SaaS-Modell senken Kosten und erhöhen die Effizienz.

Die Kombination aus dokumentiertem Pricing, automatisierten Workflows und einer zentralen Datenbasis bildet die Grundlage moderner Vertriebsstrategien – und macht kommunale EVUs resilienter gegenüber Marktveränderungen.

„Wenn Stadtwerke wettbewerbsfähig bleiben wollen, müssen sie ihre Prozesse automatisieren und Datenstrukturen modernisieren. Genau das haben die SWB mit beeindruckender Konsequenz umgesetzt“, fasst Thomas Schmidt zusammen.

 

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