Unterbodenladesystem für elektrische Nutzfahrzeuge im kommunalen Einsatz
Sie müssen Ihren Fuhrpark elektrifizieren, wollen aber keine zusätzlichen Flächen erschließen? Für kommunale Betriebe kann ein konduktives Unterbodenladesystem die Lösung sein: automatisiert, platzsparend und vandalismussicher. Die Dresdner Stadtreinigung testet das System bereits seit gut einem Jahr. Sponsored Post von Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI
Wie funktioniert ein Unterbodenladesystem für elektrische Nutzfahrzeuge?
Seit dem Frühjahr 2025 erprobt die Stadtreinigung Dresden gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI ein Unterbodenladesystem für elektrisch angetriebene Nutzfahrzeuge. Ziel ist es, Ladeprozesse im kommunalen Betrieb robuster, sicherer und effizienter zu gestalten – ohne zusätzliche Flächen zu beanspruchen.
Anders als induktive Systeme arbeitet die Lösung kontaktbehaftet (konduktiv): Die Ladeeinheit ist in den Boden eingelassen. Fährt das Fahrzeug über den Ladepunkt, erfolgt der automatisierte Ladevorgang per Knopfdruck. Eine bodenseitige Kontakteinheit fährt aus, verbindet sich mit dem Fahrzeug und überträgt die Energie mit hoher Leistung.
Ein entscheidender Vorteil für kommunale Betriebe: Die bestehende Infrastruktur bleibt unverändert. Fahrzeuge können wie bisher nebeneinander abgestellt werden. Am Ladepunkt wird somit kein zusätzlicher Raum für Ladesäulen benötigt, dem ein Fahrzeugstellplatz zum Opfer fallen würde.
Robustes Laden im Alltag: Stabiler Betrieb trotz Frost und Schmutz
Tägliche Touren mit unterschiedlichen Fahrern im Behälterdienst – inklusive eines sehr kalten Winters: Der erste Praxistest durch einen kommunalen Betreiber galt gleichzeitig als Härtetest für die neue Ladetechnologie. Geht es nach den Mitarbeitern der Stadtreinigung, hat das Ladesystem ihn bestanden. Das System funktionierte stabil – trotz Frost, Feuchtigkeit und Schmutzeintrag. Auch die Positionstoleranzen von nur wenigen Zentimetern waren kein Problem. Für den Fahrer bedeutet das: Fahrzeug über dem Ladepunkt abstellen, Knopf drücken, fertig. Das Hantieren mit schweren Steckern entfällt.
„Das Ladesystem ist eine wunderbare Sache. Vom Fahrgefühl her ist es ein Quantensprung. Außerdem ist es für den Fahrer sehr einfach zu handhaben, man braucht keine lange Eingewöhnung und es macht richtig Spaß, die Touren elektrisch zu fahren“, sagt Pierre Ostermann, Fahrer bei der Stadtreinigung Dresden in der Abteilung Behälterdienst.
Die Zufriedenheit der Fahrer freut auch Geschäftsführer Alf Schwaten. „Die bisherigen Praxistests mit den ersten elektrischen Fahrzeugen zeigen eindrucksvoll, wie begeistert die Fahrer von der Elektromobilität sind: Sie erleben schnellere Abläufe, deutlich leisere Fahrten und eine insgesamt äußerst zuverlässige Technologie. Dabei ist uns bewusst, dass das Laden per Kabel nur ein Zwischenschritt sein kann. Eine leistungsfähige Ladeinfrastruktur bleibt für uns der Schlüssel zum Erfolg der Elektrifizierung.“
Dass man mit der Unterbodentechnologie die Fahrzeuge auf dem Betriebshof weiterhin eng zusammenstellen kann und alles auch noch automatisiert abläuft, trifft einen Nerv bei den kommunalen Praxispartnern.
Kosteneffiziente Ladeinfrastruktur: Planungssicherheit für Kommunen
Ein zentrales Thema bei der Elektrifizierung von Flotten bleiben die Investitions- und Baukosten. Auch hier zeigt sich die Fraunhofer-Technologie im Vergleich sehr praxistauglich. Die Installation erfordert im Wesentlichen „Standard“-Tiefbaumaßnahmen – ohne zusätzliche Spezialkonstruktionen. Gerade für Städte, in denen jeder zusätzliche Quadratmeter teuer erworben werden muss, könnte dies bedeuten: Integration in ohnehin geplante Umbauten oder Sanierungen – ohne massive Umstrukturierungen der vorhandenen Flächen.
Die Stadtreinigung Dresden signalisiert nach dem Testjahr grundsätzliches Interesse, die Infrastruktur perspektivisch weiter zu nutzen. Dabei spielt auch die weitere Standardisierung eine wichtige Rolle. Parallel zur Praxiserprobung läuft ein internationaler Normungsprozess mit dem Ziel, eine herstellerübergreifende Kompatibilität zwischen Fahrzeugen und Ladeinfrastruktur zu ermöglichen.
Nach Angaben des Fraunhofer IVI zeigen Gespräche mit OEMs, dass Fahrzeughersteller bereit sind, die neue Ladetechnologie zu unterstützen. Für Kommunen bedeutet das Planungssicherheit: Investitionen in Ladeinfrastruktur müssen langfristig nutzbar sein – auch bei Fahrzeugwechseln. Das Unterbodenladesystem ist dabei besonders zukunftssicher aufgestellt, da es sich optimal für aktuelle Anwendungsfälle eignet und sich ohne kostspielige Umbauten problemlos für zukünftige Schnellladeanforderungen gemäß MCS-Standard (bis zu 4,5 MW bei Lkw) nutzen lässt.
Einladung zum Ausprobieren: jetzt Praxispartner werden
Die Erfahrungen aus Dresden liefern einen wichtigen Praxisnachweis: Automatisiertes Laden auf dem Betriebshof ist technisch möglich und unter realen kommunalen Bedingungen erfolgreich erprobt.
Kommunen, die die Elektrifizierung ihrer Flotte ebenfalls in Angriff nehmen möchten, ihre Depotstrategie neu denken oder ohnehin Investitionen planen, lädt das Fraunhofer IVI ein, an weiteren Pilotprojekten teilzunehmen. Über die Ladeinfrastruktur hinaus berät das Institut zu allen Aspekten rund um die Umstellung auf E-Fahrzeuge – von der Planung des Betriebs bis zur Berechnung der Wirtschaftlichkeit – und erarbeitet gemeinsam mit Kommunen entsprechende Einführungskonzeptionen.
Sie haben noch Fragen?
LinkedIn
Ladeinfrastruktur @ Fraunhofer IVI
Profil auf KommunalDigital
Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI
Website
www.ivi.fraunhofer.de
Noch mehr? Folgen Sie uns in den sozialen Netzwerken!
LinkedIn VKU KommunalDigital
YouTube VKU KommunalDigital
Jetzt Newsletter abonnieren! Bleiben Sie stets informiert
Newsletter VKU KommunalDigital
Copyrights
Teaserbild Mediathek © Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI
Bilder im Beitrag © Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI


